The curiosity of fashion: partydresses

kathrin bluegr The curiosity of fashion: partydresses

Von Kathrin Eckhardt

Findet hierzulande ein Fest statt, brezelt man sich endlich auf. Denn mit Kleidern drückt man auch Wertschätzung aus. Sich so richtig raus zu putzen macht ja auch Spass. Bedauerlich nur, dass die meisten Leute darin nicht geübt sind. Das Ergebnis ist dann oft etwas gewöhnungsbedürftig. Denn „sich-aufbrezeln“ bedeutet für Otto-Normal-Anzieher: Glitzerspray in die Haare, ein Kleid aus schimmerndem Seidenstoff, glänzende Anzüge und Strassstein – ganz viel Strassstein. Dieses Phänomen ist besonders an Hochzeiten zu beobachten.

Die Kleiderparade erinnert dann ein „Verchleidlis“, bei der jede eine Prinzessin sein möchte. Ich freue mich, wenn sich die Prinzessinnen freuen. Doch in die Luft springen vor Glückseeligkeit würde ich, wenn wir hierzulande alle anfangen würden zu üben. Sich üben im Aufbrezeln und schön Anziehen. Wir lernen ja schliesslich auch kochen, Wäsche waschen und Fahrrad fahren. Wir müssen uns darin üben, die exakt passenden Schuhe zum Kleid zu finden, Flechtfrisuren selber zu machen und die Nägel immer schön angestrichen zu haben. Stellt euch diese Parade vor, lauter schöne Kleider mit passenden Accessoires und Nägeln an verschönerten Menschen! Hui das wäre ein Fest.

Krohnleuchter GR The curiosity of fashion: partydresses

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