The curiosity of fashion: muse

 

kathrin bluegr The curiosity of fashion: museVon Kathrin Eckhardt

Grosse Modeschöpfer haben grosse Inspirationsquellen – damit verhält es sich wie mit den einflussreichen Männern, die bekanntlich eine starke Frau als Rückenstärke haben.

Ich denke an Musen wie Twiggy für Pierre Cardin, Inès de la Fressange für Karl Lagerfeld oder Claudia Schiffer für Guess Jeans. Sie inspirierten die Designer durch ihre eigenwillige Schönheit. Und vielleicht auch durch ihr kluges Köpfchen. Musen sind eine tolle Sache.

Der Begriff der Muse stammt aus der griechischen Mythologie, sie waren ursprünglich die neun Schutzgöttinnen der Künste. Auch im alltäglichen Leben fern ab von Paris, New York und Tokyo findet man Musen. Meist sind es Frauen, die mit ihrer Haltung inspirieren. Sie besitzen die Stärke genau das zu tun, was sie wollen und gehen dabei keine Kompromisse ein. Ihr Charakter besteht aus der Ambivalenz unbeirrt ihren Weg einzuschlagen und gleichzeitig offen mit dem Leben zu hadern. So war es mit der 60er/70er Jahre Modemuse Veruschka, die ein beineidenswert glamouröses Leben führte und gleichzeitig Selbstmordgedanken hatte.

Und wie mag das Leben  von einer Muse noch aussehen?

Ich stelle mir vor, dass Musen viel Lesen und nur tun, was sie mögen: Kaffee trinken mit Freunden, den ganzen Tag rauchen und Alkohol trinken. Dabei kommen sie auf absurde Ideen und brechen Konventionen. In diesem Punkt sollten wir alle ein bisschen zur Muse werden.

Yoko Ono macht es vor. Bei ihrer ersten Begegnung drückte die Künstlerin John Lennon eine Karte in die Hand, auf der “atme” stand. Von diesem Augenblick an war er ihr verfallen.

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