Column: the curiosity of fashion: personal

kekolgross Column: the curiosity of fashion: personalVon Kathrin Eckhardt

Wo früher 180 Zentimeter grosse Models in Size Zero über die Laufstege schritten, befinden sich heute Frau Ismale und Herr Müller. Models mit Idealmassen werden gerade in Magazinen und an Kundenevents für die Käuferschaft (nicht in den grossen Modemetropolen dieser Welt) von durchschnittlichen Normalmenschen abgelöst. Blättert man in einer Brigitte, Annabelle, Glamour oder Elle überall sind sie anzutreffen – Menschen die aussehen wie du und ich – aber so verschönert werden, als wären sie Models. Das fiese daran ist nur, dass diese Menschen meistens einen aussergewöhnlich interessanten Beruf, aussergewöhnlich schöne Haare oder eine beneidenswert schöne Wohnung besitzen. Nur „normal“ zu sein, reicht dann doch nicht – wenigstens etwas muss „extra“ sein.

Auch Kaufhäuser setzen auf „einfach persönlich“. Globus präsentierte letzte Woche an ihren Mitarbeitern die aktuelle Herbst- und Winterkollektion. Die Ausstrahlung und der Enthusiasmus der Models sprang ohne Aufwärmphase auf ihre Betrachter über und das Herz der Zuschauer erwärmte sich – Coolness und abgelöschte Roboterblicke waren keine zu sehen. Und es macht durchaus Sinn, Kleider an Menschen zu zeigen, die nicht wie Heidi Klum, sondern eher wie Otto Waalkes aussehen. Denn die dominanten Gene in unserem Lande, sind meistens wenig Model-Like. 

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