Column: The Curiosity of fashion: no age for fashion

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Miniröcke gehören der Jugend und lange Kamelhaarmäntel den Damen ab vierzig. So denken nicht besonders stilaffine Personen. Denn blickt man aufmerksam auf die Strasse ist zu sehen, dass sich die gewohnten Konventionen gerade durchmischen. Frauen, die Mütter sein könnten, tragen die Kleider ihrer potentiellen Töchter und die Töchter bedienen sich im Kleiderschrank der Mütter. Miniröcken an Ü50 und 7/8 Hosen mit Bundfalten an 15-jährigen ist Modealltag geworden. Die Jungen möchten erwachsen sein und die Erwachsenen manchmal wieder Kinder. In einigen Fällen mag das Phänomen wunderbares hervor bringen. Es hat seinen Reiz, wenn sich junge Mädchen im Kleiderschrank der Grossmutter bedienen. Die Mode bekommt dann etwas irritierendes, das aufregend ist. Auch finde ich grauhaarige Damen mit viel Schmuck in Cocktailkleidern ganz bezaubernd, schon meine Grossmutter sagte: „Alte Häuser muss man schmücken“. Natürlich gib es Grenzen. Ich stelle mir gerade strasssteinbesetze T-Shirts in wilder Musterung vor. Doch das hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit Geschmack. Und Geschmack kennt eben kein Alter. Seien wir froh, 2012 das Gefängnis der Kleiderkonventionen endgültig durchbrochen zu haben. Bilder aus Buch: The Satorialist / Scott Schuhmann Bild 2 Column: The Curiosity of fashion: no age for fashion

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