Column: the curiosity of fashion: collar

kathrin bluegr1 Column: the curiosity of fashion: collar

„Er verleiht dem Gesicht stets Anmut und Frische. Das hat man schon vor 400 Jahren erkannt, und nicht ohne Grund war ehedem ein schöner echter Spitzenkragen das begehrteste modische Beiwerk“, steht im Lexikon der Mode, indem ich immer wieder längst vergessene, modische Segen und Sünden finde. Bereits seit ein paar Saisons feiert der Kragen ein Revival. Mit und ohne Pailletten, aus Papier, aus Federn, Gold und Stoff – mit oder ohne Hemd daran. Es gibt aufwändigen Kragen-Schmuck, den ich an der Ausstellung „Entfesselt“ im Museum Bellerive gesichtet habe. Sie wirken wie Rüstungen, welche die Schultern vor bösen Giftpfeilen beschützen und zugleich die Grazie des Oberkörpers hervorheben. Nicht zu vergessen die Kragen der alten Ägypter. Sie trugen schon vor Christus runde, hochgeschlossene Kragen, um die grossen Ausschnitte ihrer Kleider zu verbergen. Und darum geht es beim Kragen: er umrahmt nicht nur das Gesicht vorteilhaft, wie es im Lexikon der Mode steht, sondern verhüllt, versteckt, verkleidet. Deshalb trägt der eitle Karl Lagerfeld immer einen weissen Kragen, die sich zu Hunderten in seinem Pariser Apartment stapeln.

Ich finde der Kragen ist der Geheimspion unter den Accessoires, keiner versteht es wie er abzulenken und zu verbergen. Sogar erschrecken kann er, die Kragen-Echse macht es vor, sie benutzt ihre Krause bei Gefahr und schlägt damit ihre Feinde in die Flucht.

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