Column: the curiosity of fashion: bookbag

 kekolgross Column: the curiosity of fashion: bookbag

Vor einer Weile schrieb ich für das Berliner Magazin TRAFFIC News to-go einen Text über das Buch als neues Accessoire. Kurz gefasst beschäftigte ich mich damit, dass die Tasche als Symbol des schnellen Konsums von der nachhaltige Ressource Bildung abgelöst wird und dieser Paradigmenwechsel Ausdruck in der Mode findet. In Zukunft würde dann das Buch anstelle der Tasche als modisches Accessoire unter den Arm geklemmt werden.

Der Zufall wollte es, dass ich ein Accessoire fand, das die Synthese von Buch und Tasche ist. Beim Besuch bei einer Kleidersammlerin stand das kuriose Objekt auf dem Glastisch. Die Tasche war aus Plastik, und ihre Seiten bestanden aus eingeschweissten Ausschnitten aus Magazinen. Die eine Seite mit einem Bild aus der Vogue von 1969, auf der ein Model in fliederfarbenem Ensemble zu sehen ist, die andere Seite mit Modetrends am Boulevard.

Nicht nur die Formen, Farben und Schnitte scheinen sich in der Mode ständig zu wiederholen, sondern auch die gesellschaftlichen Fragen wie: Konsum oder Bildung?

Am besten beides zusammen. Das hat sich auch die Designerin Olympia Le-Tan gedacht und Clutch Bags mit bekannten Buchcovern entworfen. Die Stars lieben das neue Accessoire und geben sich damit gebildet. Doch Bildung – das macht den Unterschied – bleibt etwas, dass man sich in stundenlanger Arbeit aneignen muss und nicht einfach gekauft werden kann.

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