column: the curiosity of fashion: bad day, good day

Von Kathrin Eckhardt

Es gibt Tage, an denen läuft alles schief. Das gesamte Universum schliesst sich dann zusammen und schiesst mit einem giftigen Unglückspfeil nach einem. Ja, das kommt vor. An solchen Tagen verschwindet der Lieblingsring, stolpert man aus dem Tram, stürzt der Computer ab oder der Liebste wird vom Blitz getroffen. Zugegeben, ganz so schlimm war es in meinem Fall nicht.

Ein wichtiges Paket mit drei Unikatstücken von der Designerin Irene Münger von Blackpool, die ich für ein Shooting gebraucht hätte, verschwand spurlos, mein Handy wurde beim Joggen so nass, dass es nur noch mit Kopfhörern funktioniert und ich überschüttete meinen Burberry Mantel mit Kaffee und Schokolade.

Ein paar Tage später hat sich das Universum wieder beruhigt und einen anderes Opfer gefunden. Deshalb heisst es in «schiefen» Zeiten ruhig Blut bewahren, es wird schon alles kommen, wie es soll. Und so war es auch – zwar drei Tage zu spät, aber wenigstens doch noch. Das Blackpool Paket mit den hinreissenden Unikaten tauchte wieder auf. Der Satinstoff mit den orangen Vögeln und den dornigen Zweigen, die symmetrisch angeordnet sind, verlieh mir einen paradiesischen Moment. Ich zuckte mein iPhone, um vom Kleid ein Bild zu machen. Das Kleid wurde noch paradiesischer. Ein wundersames Bild entstand, dank dem Wasser, das sich in der Kamera befand. Seht, es hat eben doch alles einen Grund. Und schlechte Tage werden unverhofft zu guten.

DAY 3 column: the curiosity of fashion: bad day, good day

DAY 1 column: the curiosity of fashion: bad day, good day

 

Related posts: