Column:The Curiosity of fashion:sexyness

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Nachts um zwei, ich sitze im Taxi und fahre durch die Innenstadt, am vierten Akt vorbei; an Nachtclubs und Flirtecken. Die jungen Frauen tragen eng anliegende Kleider, die jede noch so kleine Delle zum Vorschein bringen. Die Schlauchkleider sind kurz und fallen knapp über die mehr oder weniger wohlgeformten Pobacken. Je enger, je kürzer, desto heisser, denken sich die Mädels.

Nachts um zwei, ich sitze auf dem Fahrrad und fahre an einer Vernissage im Kreis fünf vorbei. Während einem Stopp begrüsse ich Bekannte. Die Frauen sind in dicke Wollpullover gewickelt, die jegliche weibliche Kurve verschwinden lassen. Sie sind mit Tiermotiven oder Dreiecksmustern aus den 80er Jahren bestickt. Je weiter, je gammliger, desto cooler, denken sich diese Frauen. Sie haben es nicht nötig sexy zu sein.

„Sexy“ zu sein durch Kleidung ist ein schwieriges Unterfangen. Es spielt keine Rolle, was man trägt, sondern wie. Es ist die Haltung mit der, der alte Wollpullover oder das anliegende Schlauchkleid getragen wird. Mit genügend Überzeugungskraft wirkt der Gammelpulli wie ein seidenes Nachthemd von Agent Provocateur und das Schlauchkleid glättet jede Delle bis zur perfekten Silhouette. Unterm Strich ist es das Selbstbewusstsein, das sexy macht und in vernünftigem Mass kann keine Frau genug davon besitzen.

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